Ein paar Tipps gegen verwackelte Bilder!
Mittlerweile könnte man meinen, dass durch die Werbebotschaft namhafter Kamera- und Objektiv-Hersteller, es einfach reicht anzuvisieren und abzudrücken. Doch dem ist leider nicht immer so. Klar, für ein paar Schnappschüsse oder schnelle Urlaubsbilder sind die heutigen Kameras mehr als gut ausgelastet. Doch möchte man sich etwas intensiver mit der Thematik “Fotografie” befassen, reicht ein einfaches Knipsen nicht aus. In diesem Artikel möchte ich auf das Thema “Unschärfe” und seine möglichen Ursachen eingehen. Ich möchte außerdem ein paar Tipps zum Thema “scharfe Bilder” in diesem Artikel näher bringen, die dem Einen oder Anderen vielleicht nicht bekannt sind. Mehr lesen →
Bildrauschen nachträglich reduzieren – So funktioniert’s!
Wie man Bildrauschen vorbeugen kann, habe ich bereits im verlinkten Artikel erwähnt. In diesem Artikel möchte ich erklären, wie man mittels “Carma Raw” digitalem Rauschen entgegenwirken kann. Damals konnte man bei der analogen Fotografie bereits bei der Entwicklung einen gewissen Einfluss auf das Endresultat auswirken. Heute geht das natürlich noch viel einfacher dank der digitalen Fotografie. Unser digitales Fotolabor heißt heute jedoch nicht mehr Dunkelkammer sondern Camera Raw. Mit Camera Raw kann man nicht nur die Belichtung regeln sondern auch das unerwünschte Rauschen reduzieren oder zu gestalterischen Zwecken verstärken. Doch hier widmen wir uns erst einmal der Reduzierung des oft unschönen Rauschens.
“Camera Raw” bedeutet zu Deutsch soviel wie “Kamera Roh” und lässt schon vermuten, dass es sich hierbei um die Bearbeitung von Rohdaten handelt. Dank dieser Rohdaten, die nicht in Farbe, Belichtung oder sonst einer Art automatisch korrigiert wurden, kann man noch so einiges aus seinen Bildern heraus holen. Und genau hier fangen wir an. Wir werden erst einmal das unerwünschte Rauschen reduzieren. Öffnen wir dazu ein Bild, dass wir im RAW-Format gemacht haben. Adobe Photoshp beispielsweise hat bereits dieses Camera Raw integriert. Viele digitale Spiegelreflexkamera-Hersteller liefern beim Kauf die notwendige Software zur Bearbeitung von RAW-Dateien bereits mit.
Detail-Einstellungen mit Camera-Raw:
Öffne das Bild mit Camera Raw bzw. mit Adobe Photoshop und wechsle in Reiter “Details”. Im unteren Teil der Einstellungen widmen wir uns der “Rauschreduzierung”. Dort finden wir zwei Regler. Einmal den Regler Luminanz und einmal den Regler Farbe. Um das körnige Helligkeitsrauschen zu vermindern, muss hier der Regler Luminanz nach rechts geschoben werden. Um das so genannte Farbrauschen zu reduzieren, dass übrigens sehr häufigen in den dunklen Tiefen zu sehen ist, muss der Regler “Farbe” nach rechts geschoben werden.
Doch Vorsicht ist bei diesen Reglern geboten. Hier werden nämlich nicht nur Rauschpixel reduziert, sondern auch andere Pixel weich gezeichnet. Hier sollte also nicht zu hoch mit den Reglerwerten gehandelt werden, um nicht unnötige Bildinformationen zu ruinieren.
Im Anhang habe ich meine beiden Ergebnisse verlinkt, die bis auf die Reduzierung des Rauschens komplett unbearbeitet sind. Sollten hier also noch Fragen oder Ideen auftauchen, könnt Ihr Euch gerne melden.
Fotos nostalgisch gestalten mit dem Vintage-Look
Im Zeitalter der 3D-Technologie, Mobilfunktelefone & der Hybrid-Autos ist es schwer noch nostalgische Fotos zu finden. Um diesen Look zu erzielen, muss man nicht auf den Speicher krakeln, um nach Opas Fotoapparat zu suchen. Viel leichter geht es mit Adobe Photoshop & diesem Artikel der zeigen soll, wie das Ganze funktionieren kann. Wir werden dem folgenden Foto ein paar Risse, Knicke und auch Flecken verpassen, so dass das Foto etwas abgegriffen aussehen wird und vielleicht den erwünschten nostalgischen Effekt bekommt. Man sollte auch darauf achten, dass man Fotos veraltet, die auch wirklich in diesen Look passen. In meinem Beispiel hatte ich leider kein passendes Foto parat, so passen die Taxis & modernen Geschäfte leider nicht in den Stil. Trotzdem kann ich anhand dieses Fotos gut erklären, wie man zum Ziel kommt.
1. Tonwerte im Bild bearbeiten:
Öffnen wir das gewünschte Bild in Adobe Photoshop. Danach wechseln wir zu “Bild – Korrekturen – Tonwertkorrektur”. Im Kanal wo derzeit “RGB” steht, wählen wir nun “Rot” aus. Nun werden alle Rottöne dargestellt. Im Histogramm werden wir den rechten Schieber nun etwas nach links ziehen. So, dass das Bild etwas rötlicher schimmert. Bei mir ist der rechte Wert nun auf 205 gesetzt. Dieser kann aber von Bild zu Bild variieren. Probieren wir es am Besten einfach aus. Das wiederholen wir nun mit den Farben Grün und Blau. Nun haben wir das Bild etwas aufgehellt ohne es zu grell werden zu lassen.
2. Gradiationskurven zurecht rücken:
Als nächstes steuern wir die Gradiationskurven an. Dies machen wir zum Beispiel unter “Bild – Korrekturen – Gradiationskurven”. Hier müssen wir nun ein leichtes “S” formen. Klicke dazu zwei Punkte in der Gradiationskurve an. Danach werden wir die Ebene duplizieren. Dies kann man mit der Tastenkombination “STRG+J” erzielen oder wenn man mit der rechten Maustaste auf die betroffene Ebene klickt und” Ebene duplizieren” auswählt. Die Kopie nennen wir dann übersichtshalber in “schwarz/weiß” um.
3. Ebene entfärben:
Die gerade erstellte Ebene werden wir nun in zwei Farben aufteilen. Einmal schwarz und einmal in weiß. Dazu werden wir alle sonstigen Farben herausnehmen. Dies geht ganz einfach mit “Bild – Korrekturen – schwarz/weiß”. Es öffnet sich nun ein neues Fenster, bei dem wir die Einstellungen unberührt lassen. Klicke nun auf OK um die Korrektur zu bestätigen. Die Deckkraft der Ebene werden wir auf 50 Prozent reduzieren. Die Füllmethode werden wir nun auf “Ineinanderkopieren” setzen. Diese Ebene werden wir nun duplizieren müssen. Dies geht wie wir ja bereits wissen mit “STRG+J” Hier wird die Deckkraft nun auf zehn bis zwanzig Prozent reduziert. Je nachdem wie sich die Deckkraft auf unser Bild auswirkt. Bei mir waren es beispielsweise 10 Prozent. Die Füllmehtode in dieser Ebene wird allerdings auf “Ausschluss” gesetzt. Wir sollten die Ebene nun auch “Ausschluss” nennen um die Übersicht später nicht zu verlieren.
4. Fotos vergilben bzw. abstumpfen:
Ältere Fotos haben häufig diesen vergilbten Effekt, die es erst richtig alt aussehen lassen. Diesen Effekt werden wir nun mit “Ebene – Neue Füllebene – Farbfläche” nachahmen. Als Farbe werden wir den Farbton #b1a411 setzen. In der gerade erstellten Ebene werden wir nun die Füllmethode auf “Ineinanderkopieren” ändern. Diese erstellte Ebene platzieren wir nun über die Ebene “schwarz/weiß”. Diese Ebene nennen wir nun Farbfüllung 1
5. Dem Bild etwas Rauschen verleihen:
Nun müssen wir eine neue Ebene über die Ebene Farbfüllung erstellen. Diese Ebene werden wir nun “Rauschen” nennen. Drücken wir nun die Tastenkombination “Schift + F5″ um die “Fläche füllen” Option aufzurufen. Diese Ebene werden wir nun mit schwarzer Farbe verwenden und mit OK bestätigen. Nun müssen wir mit dem Rauschfilter etwas Rauschen hinzufügen. Dies machen wir unter “Filter – Rauschen – Rauschen hinzufügen”. Den Wert hierfür setzen wir etwa auf 5 Prozent und aktivieren die “Gaußsche Normalverteilun”g, insofern sie nicht schon aktiviert ist. Ebenfalls aktivieren wir “Monochromatisch” und klicken nun auf OK um die Änderung zu bestätigen. Diese erstellte Ebene werden wir nun in der Füllmehtode auf “negativ multiplizieren” setzen.
6. Die Einstellungsebenen:
Klicken wir nun die oberste Ebene an und erstellen dann eine neue Einstellungsebene. Wir wählen hier “Farbton/Sättigung” aus. Der Farbton bekommt nun den Wert auf “-20″ und die Sättigung auf “-25″. Die Vordergrundfarbe ist in meinem Beispiel auf “1f4fa0″ gesetzt und die Hintergrundfarbe wiederum auf “fffbbb”. Nun werden wir wieder eine Einstellungsebene erstellen. Hier nehmen wir jedoch die “Verlaufsumsetzung”. Die zuvor eingestellten Hintergrund- und Vordergrund-Farben werden nun angewandt. Die Füllmehtode hierfür werden wir auf “Negativ multiplizieren” ändern. Die Deckkraft dafür werden wir auf siebzig Prozent ändern. Als nächstes werden wir wieder eine Einstellungsebene erstellen. Hier jedoch die “Helligkeit/Kontrast” Einstellung mit folgenden Werten. Helligkeit wird auf -15 gesetzt und Kontrast wiederum auf 15. Diese Werte können je nach Bild auch angepasst werden. Am besten ist es, einfach auszuprobieren, bis es passend ist.
7. Nostalgisch mit Vignette:
Klicken wir nun die oberste Ebene an und nutzen die Tastenkombination “ALT – STRG – Schift – E” um alle Ebenen auf eine sichtbare Ebene zu reduzieren. Diese Ebene werden wir “Vignette” taufen und zum “Filter – Verzerrungsfilter – Objektivkorrektur” wechseln. Oben wechseln wir in den Reiter “Benutzerdefiniert” und ziehen den Abdunkeln-Regler auf einen Wert von -60 und bestätigen dann mit OK.
8. Sepia einfügen:
Nun werden wir wieder eine Volltonfarbe-Ebene einfügen. Den Farbwert werden wir hier auf “e79a4d” setzen. Klicke dann auf OK um die Farbe zu bestätigen und wechsel dann die Füllmethode auf “weiches Licht” um den Sepia-Effekt hervor zu rufen. Nun reduzieren wir die Deckkraft auf 65 Prozent.
9. Kleckern statt klotzen:
Nun müssen wir dem Foto noch einen Kaffeefleck verpassen um dem Bild das gewisse etwas zu verpassen. Auf brusheezy.com gibt es zahlreiche Pinselspitzen, die es zu erkunden gilt. Platzieren wir doch einfach noch einen Kaffeerand auf dem Foto um ihm das gewisse etwas zu verleihen. Im Anschluss gibt es noch meine beiden Bilder in der Vorher- und Nachher-Fassung zu sehen. Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.
Bildrauschen vermindern – ein paar scharfe Tipps
Wer noch eine analoge Kamera sein Eigen nennen kann, hat das Problem gar nicht erst. Das Rauschen tritt zu dem nicht nur bei den billigsten Kompaktkameras, sondern auch bei bei den teuersten DSLR-Apparaten. Natürlich gibt es viele Programme, die das Rauschen im Nachhinein versuchen zu reduzieren, doch kann man dem schon vor Beginn der Fotografie mit einigen Tricks entgegen wirken. In diesem Artikel versuche ich ein paar Tipps zu geben, die der Problematik zu helfen versuchen.
Korrektur-Methoden in der eigenen Kamera:
Die meisten gängigen Kameras haben einen oder mehrere integrierte Rauschfilter, die zur Reduzierung von Bildrauschen beitragen sollen. Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Filterung nicht im Detail zu steuern ist, sondern lediglich eine De- bzw. Aktivierung des oben genannten Filters möglich ist. Hierbei kann man dann ebenfalls keinen Unterschied zwischen Helligkeitsrauschen, Farbrauschen oder so genannte Hotpixel machen. Es werden also jegliche Arten des Rauschens im Bild gleich behandelt. Sei es gewollt oder nicht. Hat man eine Kamera, die eine Filtersteuerung zulässt, sollte man dies natürlich beim Fotografieren überprüfen. Ob das mit Deiner Kamera möglich ist, solltest Du im entsprechenden Benutzerhandbuch nachschlagen. Mein Tipp wäre hier jedoch mit einer Software zu arbeiten, die auf dem eigenen Rechner zu installieren ist und den Filter der Kamera komplett zu deaktivieren. Allerdings sollte man dann dabei beachten, dass in der Nachbearbeitung eines Bildes wesentlich mehr Zeit investiert werden muss.
Vorbeugende Maßnahmen zur Verminderung von Rauschen:
Ist das Foto geschossen kann man nur noch hoffen, dass die Kamera den Rauschfilter oder das Programm zur Nachbearbeitung und Reduzierung des Rauschens, einen guten Dienst macht. Man kann jedoch mit einigen kleineren Maßnahmen das Rauschen im Bild um ein Vielfaches reduzieren. Ein paar Tipps, die es zu beachten gilt, wenn man sich unnötige Arbeit ersparen möchte. Als erstens solltest Du also darauf achten, dass Dein Lieblingsstück (hier meine ich die Kamera und nicht deine(n) Liebste(n)) gut vor Wärme geschützt ist. In der Regel kann man die Kamera bei Betriebstemparaturen von 0° bis 40° Celsius nutzen. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass ein kälterer Sensor weniger Rauschen im Bild verursacht als ein wärmerer Sensor. Also solltest Du die Kamera nicht unnötig in der Sonne liegen lassen, sondern auch mal weg räumen. Nutzt Du die Kamera für einen gewissen Zeitraum nicht, solltest Du die Kamera besser komplett ausschalten, da der Sensor ebenfalls im Standby-Modus Hitze erzeugt. Nutzt Du die Kamera also nicht, kannst Du sie ruhig komplett ausschalten.
Auch die Art der Belichtung kann eine wesentliche Rolle beim Rauschen spielen. So werden beispielsweise Langzeitbelichtungen zur Erwärmung des Sensor beitragen, was wiederum ein höheres Risiko im Bildrauschen bedeuten kann. Somit sind also kürzere Verschlusszeiten eine bessere Wahl.
Das leidige Thema LiveView spielt auch hier wieder eine wesentliche Rolle. So haben verschiedene Kameras das Problem, dass der optische Sucher einfach fehlt und durch eine Live-Vorschau ersetzt wurde. Um eine permanente Vorschau zu liefern, muss der Sensor permanent arbeiten und erhitzt folglich auch. Dies passiert zwar nicht sofort, aber sein wir mal ganz ehrlich. Packst Du Deine Kamera nach einem Foto wieder in die Tasche?
Ist es also an Deiner Kamera möglich, die LiveView-Funktion zu deaktivieren und den optischen Sucher zu nutzen, solltest Du dies bei einer etwas längeren Session auch tun.
Kommen wir nun zum ISO-Wert. Dieser Wert ist in den meisten Kameras wählbar. Je höher hier der Wert ist, umso größer auch die Gefahr des Rauschens. Möchte man bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, kommt man nicht um einen höheren Iso-Wert herum. Hierbei sollte man also darauf achten, dass man bei schlechten Lichtverhältnissen also immer ein gutes Stativ zur Hand hat. Noch besser wäre, das Automatik-Programm der Kamera zu deaktivieren, den Iso-Wert herunter zu drehen und eine längere Belichtungszeit einzustellen. Welcher ISO-Wert bei welcher Kamera am geeignetsten ist, lässt sich pauschal leider nicht beantworten. Doch es ist allgemein bekannt, dass ein niedriger Wert rauschärmere Bilder liefert als ein höherer Iso-Wert.
Hat man die oben genannten Punkte beachtet und trotzdem ein gewisses Rauschen im Bild zu vermelden, gibt es verschiedene Programme, die dem entgegen wirken sollen. Eine kleine Liste der Programme die zur Reduzierung beitragen sollen habe ich hier einmal zusammen getragen:
- http://de.acdsee.com/
- http://www.neatimage.com/
- http://akvis.com/de/noise-buster/
- http://www.picturecode.com/nn_features.htm
- http://www.stoske.de/digicam/Programme/noiseremove.html
- u.v.m.
Wie bereits oben erwähnt spielen die Lichtverhältnisse beim Fotografieren ebenfalls eine große Rolle. So kann man zum Beispiel durch helleres bzw. richtiges Belichten dem Rauschen im Bild entgegen wirken. Eine große Hilfe bei den heutigen Kameras ist das Histogramm. Fokusiert man das gewünschte Objekt, kann man einen prüfenden Blick auf das Histogramm werfen. Ist es auf der rechten Seite ausgeprägter als auf der linken Seite bzw. in der Mitte, hat man vielleicht ein zu helles Bild, kann aber im Bildbearbeitungsprogramm das Bild bequem nachdunkeln. Denn sollte ein Bild zu dunkel fotografiert werden und man hellt es im Programm seiner Wahl auf, zieht man auch automatisch ein ungewolltes Rauschen mit ins Bild. Andersrum geht das wunderbar.
Das war’s erstmal von meiner Seite. Vielleicht fällt Euch ja noch etwas ein, dass hier rein passt. Ich würd’ mich auf jeden Fall über ein Kommentar freuen.





