Scharfe Fotos schießen – ein paar knackige Tipps
Hier ein Buch, da ein Buch. Hier eine Internetseite und wieder da eine Internetseite. Ich beschäftige mich ja derzeit sehr intensiv mit dem Thema und versuche mich da langsam aber sicher in die Materie einzulesen. In den letzten Tagen ärgerte ich mich daher ungemein darüber, dass einige Bilder mal schärfer und dann wiederum etwas unscharf geworden sind. Aus diesem Grund habe ich mal ein paar Tipps, die mir im Bekanntenkreis gegeben wurden einfach zusammengefasst und hoffe, dass sie dem einen oder anderen vielleicht nützlich sind.
Der richtige Fokus:
Du kennst es vielleicht. Möchte man ein Foto der Liebsten machen und achtet dabei nicht auf den Fokus, sieht das Bild in der Vorschau recht scharf aus, doch bei genaueren Hinsehen auf dem Monitor sieht man, dass man doch etwas falsch gemacht hat. Du möchtest also etwas scharf, also wirklich scharf haben, solltest Du darauf achten, dass Du das zu fotografierende Objekt auch wirklich im Fokus hast. Vielleicht solltest Du sogar diverse Fokus-Einstellungen an Deiner Kamera prüfen. Notfalls halt einfach auf manueller Fokus umschalten und mit etwas Übung noch bessere Fotos erzielen.
Die ruhige Haltung beim Drücken des Auslösers:
Der schärfste Fokus hilft nichts, wenn beim Abdrücken des Auslösers mit der Kamera gewackelt wird. In einem anderen Artikel habe ich ein paar Tipps zur Haltung der Kamera gegeben. Diese sollen natürlich nur ein paar grundlegende Tipps sein, da man mit einem Stativ noch am wenigsten wackelt. Hast Du beides nicht, kannst Du die Kamera natürlich auf einen Gegenstand legen, der nicht gerade wackelt. Abhilfe schafft hier oft ein Kirschkern-Kissen oder eine kleine Dose, wo die Kamera guten Halt findet.
Die richtige Belichtungszeit auswählen:
Je kürzer die Belichtungszeit, umso schärfer wird das Ergebnis beim Fotografieren ohne Stativ. Musst Du einmal die Belichtungszeit hoch schrauben oder mit einem höheren ISO-Wert arbeiten, solltest Du die Kamera in einer festen Position bringen. Hier entsteht sonst schnell ein “wackliger Eindruck” im Bild und für rauschen ist ebenfalls gesorgt.
Das richtige Format beim Fotografieren:
Richtig, Kameras unterstützen ja mittlerweile alle gängigen Formate wie zum Beispiel JPG. Jedoch kann genau das tückisch sein, denn fotografiert man direkt im JPG-Format, so findet in der Kamera eine Entwicklung der Bilder statt. Denn standardmäßig wird ein Foto in RAW-Format geschossen, so dass alle Werte (Farben, Belichtung, etc.) unverändert gespeichert werden. Wie bereits gesagt, ändert man die Ausgabe in den Einstellungen der Kamera in das JPG-Format, so entwickelt die Kamera bereits im eigenen System von RAW zu JPG und es werden zahlreiche Informationen eventuell vernichtet, die zur nachträglichen Bearbeitung fehlen. Ebenfalls können somit Informationen zur Schärfe auf der Strecke bleiben. Hier also der Tipp: Fotos in RAW-Format schießen.
Das sind wiederum nur ein paar Tipps, die ich mir in den letzten Tagen geben lassen habe. Ich denke, dass da noch einiges geht. Sollte also etwas fehlen, dass Dir gerade einfällt, teile es mir doch bitte einfach mit, damit ich den Text hier ersetzen kann. Ansonsten viel Spaß beim Knipsen.
Worauf achten bei Portraitfotos?
Wer gerne Menschen fotografiert und nicht wirklich sicher ist, worauf es beim Porträtfoto ankommt, sollte ein paar Tipps lesen, die ich mir in den letzten Tagen von verschiedenen Leuten bekommen habe. Darunter sind sicherlich nicht nur Profis aus der Welt der Fotografie, sondern auch Hobby-Fotografen, die Ihre eigenen Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht nützen Dir die Ratschläge etwas, die mir gemacht wurden. Ich würde mich aber auch freuen, wenn Du Deine Erfahrungen mitteilen willst. Nutze dazu einfach die Kommentar-Funktion.
1. Details im Bild:
Fotografierst Du Menschen bzw. Gesichter, solltest Du darauf achten, dass der Hintergrund recht ruhig im Bild ist. Also vielleicht fotografierst Du die betroffene Person einfach vor einer Mauer mit wiederkehrenden Muster oder nimmst einfach eine Hecke. Der Hintergrund wird somit schön weich dargestellt und hebt das fotografierte Objekt schön hervor. Für Portrait-Aufnahmen, eignet sich natürlich auch der Portrait-Modus. Der Fokus sollte bei diesen Fotos auf den Augen liegen. Die Augen sind meiner Meinung nach das Wichtigste auf dem ganzen Bild.
2. Lichtquellen im Foto:
Generell gilt, dass die Fotos bei jedem Wetter geschossen werden können, denn jedes natürliche Licht gibt dem Foto einen besonderen Flair. Innenaufnahmen sollten jedoch nah am Fenster geschossen werden, da hier das natürliche Licht seinen Teil beiträgt. Besonders schöne Fotos kann man in der Morgen- bzw. Abend-Sonne erzielen, da in der Mittags-Sonne das Licht doch vielleicht zu stark sein kann. Das hängt natürlich auch von der Umgebung ab, wo man die Person ablichten möchte.
Bei Kunstlicht kann von vorne, seitlich hinter oder neben der Person sein. Das hängt vom gewünschten Resultat ab. Jedoch sollte man in der Regel die Lichtquelle etwas oberhalb bzw. seitlich von der zu fotografierenden Person positionieren. Sollte es nun dennoch zu unerwünschten Schatten kommen, kann man einen Reflexschirm nutzen. Abhilfe schafft hier auch eine einfache weiße Pappe bzw. ein hellgrauer Karton.
3. Position der Kamera:
Möchtest Du beispielsweise die Person in ihren wirklichen Proportionen ablichten, so ist es wichtig, dass Du die Person auf Augenhöhe fotografierst. Gerade bei Kindern ist es beispielsweise sehr entscheidend, ob man auf gleicher Höhe knipst oder von oben herab die Aufnahme macht. Schießt man wiederum aus der Vogelperspektive das Bild, so wirken die Menschen auf dem Bild viel kleiner als in der Realität. Die Froschperspektive wiederum lässt den Menschen größer, vielleicht auch imposanter erscheinen.
Ebenfalls sehr wichtig ist der Abstand der Person zur Kamera. Je näher man an das Bild heran kommt umso verzerrter werden die Proportionen der Elemente im Gesicht. Ist man zum Beispiel zu nah ran gegangen, kann es durchaus passieren, dass die Nase zu groß wirkt, wobei die Ohren wiederum gerade winzig aussehen. Mittels der richtigen Brennweite erreicht man automatisch den richtigen Abstand. Geeignet dafür ist eine Brennweite zwischen 50 und 85 mm. Je länger die Brennweite, umso kleiner ist der Bildausschnitt. Somit hat man normalerweise schon den richtigen Abstand.
Das war es erstmal mit den mir gegebenen Tipps. Vielleicht fällt Dir ja etwas ein, dass ich hier vergessen habe, dann schreibe Doch bitte einfach einen Kommentar.
Die verschiedenen Kamera-Programme kurz erklärt
Die heutigen Kameras bieten für Anfänger der Fotografie bereits hilfreiche Standard-Einstellungen in Form von Kamera-Programmen. Für jedes Foto gibt es quasi den geeigneten Modus bzw. die notwendigen Voreinstellungen. Man kann also ohne viel Hintergrundwissen, bereits tolle Ergebnisse beim fotografieren erzielen.
Der Modus “Porträtaufnahmen” eignet sich für Aufnahmen von Menschen. Ist das Programm aktiviert, wird das zu fotografierende Objekt klar dargestellt, wobei sich jedoch der Hintergrund in einem weichen, verschwommen Fluss darstellt. Somit wird das Augenmerk hauptsächlich auf das fotografierte Objekt gelegt. Man kann übrigens das Objektiv in die Telefoto-Position bringen, um den Hintergrund noch stärker verschwimmen zu lassen. Ist der Fokus auf das Auge der Person gelegt, kann das Foto noch lebhafter wirken. Bekommt das Bild rote Augen zum Beispiel vom Blitz der Kamera, kann man unter Umständen, die Blitzreduzierung im Menü der Kamera aktivieren.
Der Modus “Landschaftsaufnahmen” ist besonders geeignet für Fotos in der freien Natur. Hier werden besonders scharfe Bilder mit intensiven Farben geschossen. Besonders schöne Ergebnisse erhält man also, wenn man das Objektiv auf Weitwinkel einstellt.
Der “Makro“-Modus eignet sich besonders für kleinere Objekte wie zum Beispiel Blumen, Insekten oder Gerichte. Hier kann man von kleinen Gegenständen besonders scharfe Bilder erzielen. Hier kann man mit dem Objektiv so nah wie möglich an das zu fotografierende Objekt gehen. Für Makro-Aufnahmen eignet sich natürlich ein Makro-Objektiv. Wird das Objekt innerhalb eines Meters aufgenommen, sollte man den Blitz der Kamera deaktivieren. Ebenfalls gute Ergebnisse kann man mit einem geeigneten Stativ erzielen.
Möchte man Bilder von bewegten Motiven machen, eignet sich der Modus “Sportaktion“. Hier werden solange Bilder aufgenommen, bis der Finger den durchgedrückten Auslöser los lässt. Zum Fokussieren des gewünschten Objektes kann man im Normalfall den Auslöser halb gedrückt halten, bis der geeignete Moment ist. Ist wiederum das Lichtverhältnis schlecht kann man durch hoch stellen der Iso-Empfindlichkeit dem entgegenwirken.
Mit dem Modus “Sonnenuntergang” werden Rottöne im Bild besonders hervorgehoben. Dadurch kann man wärmere Farben im Bild hervorheben. Das Spiel mit der Belichtungskorrektur ist hier besonders interessant. Dadurch kann man die Töne intensivieren bzw. abschwächen.
Möchte man beispielsweise Porträtfotos in Abendszenen schießen, kann man den Modus “Nachtfotos” auswählen. Natürlich eignet sich der Modus auch für Nachtszenarien mit dunkler Umgebung. Hier sollte man jedoch den Blitz ausschalten, wenn man keine Personen im Bild hat. Hier hat die Kamera eine längere Verschlusszeit, daher sollten Wackler unbedingt vermieden werden. Ein Stativ hilft hier beim Shooting sehr.
Dieser Artikel sollte nur eine kleine Hilfe für diejenigen sein, die sich mit dem verschiedenen Modi der Kamera nicht auskennen. Natürlich können die Programme je nach Kamera abweichen. Auch die Namen und Bezeichnungen für die Kamera-Programme sind hier nur Beispiele. Sollte jemand einen Fehler oder eine nützliche Ergänzung kennen, kann er sich gerne melden.
Die richtige Haltung beim fotografieren
Möchte man ein Foto mit Hilfe des Suchers schießen, kann es schnell mal passieren, dass man beim drücken des Auslösers etwas wackelt. Hin ist es, das vermeidlich schöne Erinnerungsfoto. Natürlich kann man, um auf Nummer sicher zu gehen einfach ein gutes Stativ nehmen, doch wer hat das schon gerade parat, wenn man unbedingt ein schnellen Schnappschuss machen möchte. Es gibt diverse Vorschläge der richtigen Haltung beim Schießen von Fotos mit Hilfe der eigenen Kamera. Hier sind ein paar davon.
In stehender Haltung:
Prinzipiell gilt es, einen stabilen Oberkörper zu haben und eine Haltung anzunehmen, die mögliche Verwacklungen reduziert. Eine Hand sollte den Griff der Kamera halten, so die Kamera fest in der Hand liegt. Die andere Hand sollte das Objektiv stützen. Die Füße sollten etwa schulterweit auseinander stehen. Die Ellenbogen sollten hier leicht am Körper anliegen.
In kniender Haltung:
Auch hier sollte eine Hand den Griff der Kamera halten und die andere Hand wiederum das Objektiv. Ein Knie sollte bzw. kann den Boden berühren um so das Gleichgewicht zu halten. Der Oberkörper wird stabilisiert, in dem der Ellbogen auf dem Knie abgestützt wird.
Natürlich sind verwacklungsfreie Fotos nicht garantiert, doch sollte man mit Hilfe dieser Haltungstipps dem schon recht entgegenwirken können. Wer wirklich “starre” Bilder schießen möchte, wird nicht an ein relativ gutes Stativ vorbei kommen.


